Von der richtigen Quelle trinken um reich an Gott zu werden (Jak. 4:13-5:6)

In Zion gibt es einen Fluss, dessen Bäche die Stadt Gottes erfreuen (Ps. 46:5). Es gibt einen Gegensatz zwischen salzigem und süßem Wasser. Das Meer steht für die Welt. Es ist kein Wasser, von dem man trinken und leben kann, sondern totes Wasser, das für das Gericht steht. Aber in der Gemeinde gibt es süßes Wasser, das wir trinken können, um zu leben. Was auch immer das Meer (die Welt) tut, es spielt keine Rolle, solange wir aus dieser Quelle trinken (Ps. 46:3-4). Es ist kein stilles Wasser, sondern ein kontinuierlicher Fluss. Wenn man nur eine Zisterne gräbt, wird das Wasser nicht frisch sein. Aber in einem Fluss steht nie etwas still. Es ist immer etwas in Bewegung. Durch diese Bewegung findet ein Austausch von Nährstoffen und Mineralien statt, der das Leben fördert (Ps. 1:3, Hes. 47:12). Wenn wir aus der richtigen Quelle trinken, dann werden auch wir Lebensströme haben, die von uns ausgehen. Von allen Heiligen gehen die Bäche aus, die die Stadt Gottes erfreuen. „Aus dessen Innerem werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh. 7:38). In Zion kommt das Wasser herein, fließt auch aus allen Heiligen heraus und reinigt uns innerlich. Es ist eine kostbare Funktion, den Heiligen mit dem Wasser des Lebens zu dienen. In Zion wird Gott uns immer diese Quelle geben. Es ist eine Quelle, von der der Herr gesagt hat: Kommt und trinkt umsonst (Offb. 21:6, 22:17; Jes. 55:1-2). Auch im kommenden Reich wird es dieses Wasser geben – ein Fluss voller Leben, der nach Osten fließt (Hes. 47:1-12).

In Jeremia 2:13 verließ das Volk Gottes die Quelle. In Gottes Augen war das Sünde. Sie sündigten zweifach gegen Gott: „Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben.“ Auch im Buch Haggai suchte das Volk Gottes zuerst seine eigenen Häuser. Sie kümmerten sich nicht um das Haus Gottes und häuften in der letzten Zeit Reichtümer an (Hag. 1:2-11; Jak. 5:3). Daher ist die Bildsprache in Haggai 1 derjenigen von Jakobus sehr ähnlich. Sie sammelten Reichtümer, steckten sie aber in einen Sack mit Löchern. Wenn wir das Laubhüttenfest nicht feiern, werden alle irdischen Reichtümer, die wir sammeln, verrotten und am Tag des Gerichts gegen uns aussagen. Darüber hinaus ist es höchst ungewöhnlich, dass nicht nur das Silber, sondern auch das Gold korrodiert: Normalerweise korrodiert nur Silber und wird schwarz, wenn es oxidiert. Wenn sogar das Gold korrodiert ist, ist die Situation wirklich schlimm. Der Geist in uns begehrt bis zur Eifersucht (Jak. 4:5). Lasst uns ihn nicht ignorieren, sondern im Glauben zu dieser Quelle vorwärts kommen! Dann werden wir das Wasser des Lebens schmecken, das er dem, der es will, umsonst gibt. Lasst uns niemals von dieser Quelle weggehen (Ps. 73:27-28)!

Von Ihm zu trinken ist kein Ritual oder etwas, zu dem wir uns zwingen müssen – „Ach, schon wieder!“ Werdet wie kleine Kinder, die sich nach dem Kontakt mit ihren Eltern sehnen. Wenn sie ihre Eltern sehen, leuchten ihre Gesichter auf und ihre Herzen freuen sich. Wer durstig ist, wird dieses Wasser trinken wollen! Gerade in diesen heißen Tagen freuen wir uns alle über erfrischendes, kaltes Wasser. Wenn unsere Seele austrocknet oder alles mühsam wird, dann ist es so erfrischend, unser Gesicht und unsere Hände zu waschen und von diesem Wasser zu trinken. So ist der Herr für uns – reines, frisches Wasser! Unsere Seele dürstet nach ihm in einem trockenen und dürren Land (Ps. 63:1-3). Das Volk Gottes befindet sich in einer trockenen Wüste; selbst Zion ist eine Wüste. Ohne Wasser werden wir in einer solchen Umgebung besonders schnell austrocknen und nicht mehr leben können. Aber wenn wir Geschmack am Wasser des Lebens gefunden haben, dann werden wir immer wieder zurückkehren, weil es eine klare, reine Quelle ist – der Herr selbst. Wer von diesem Wasser trinkt, muss immer wieder zurückkommen – so wie die Frau in Johannes 4, die auch vom Herrn trank. Sie war eine Sünderin, doch sie trank von dieser reinen Quelle und erkannte, dass der Herr ein anderer Mensch war. Erstaunt verließ sie Jakobs Brunnen und ging zurück in die Stadt, um andere zu dieser Quelle zu führen (Joh. 4:28-29).

Jakobus enthält eine Warnung an die Reichen (Jak. 5:1-6). Der reiche Bauer in Lukas 12:16-21 war töricht. Er sagte zu seiner Seele: „Seele, du hast viele Reichtümer gesammelt“ – und doch war er nicht reich gegenüber Gott. Sein Reichtum stammte nicht aus der richtigen Quelle. Gottes Reichtum ist etwas ganz anderes als der, der die Welt anbietet. Wir sprechen eine ganz andere Sprache als die Welt, eine Sprache, die die Welt nicht einmal verstehen kann, denn sie haben ihn nicht gesehen und kennen ihn nicht (Joh. 14:17). Dies ist die Sprache des Herrn, die Schätze Gottes, eine ganz andere Speise. Im Laufe der Zeit wird der Kontrast zwischen der Welt und der Gemeinde immer größer. Zion leuchtet mitten in der Finsternis. Wenn wir hören, dass Menschen Pläne für 20, 30 oder wie viele Jahre in der Zukunft machen, löst das in uns eine Reaktion aus: „Solches Rühmen ist böse“ (Jak. 4:16). Wir sind nur ein Dampf, der für eine kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Stattdessen sollten wir sagen: „Wenn der Herr will, werden wir dieses oder jenes tun“ (Jak. 4:13-15).

Hebr. 11:25-26 – “Er wollte lieber mit dem Volk Gottes misshandelt werden, als den vergänglichen Genuss der Sünde haben, und achtete die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens, denn er sah weg auf die Belohnung.

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