Die Tugenden und Erkenntnis des Herrn in seinem Heiligtum erlangen

Die Wege des Herrn sind in seinem Heiligtum (Ps. 77:14). Wenn wir die Zeit freikaufen indem wir unser Herz einmal pro Tag vor dem Herrn zur Ruhe bringen, um vor dem Herrn zu stehen und eine Zeit vor ihm zu verbringen, dann werden wir die Tugend, in seine Ruhe einzugehen, erlangen. Erkenntnis des Herrn wird aus dieser Tugend heraus zunehmen. Dies erfordert von uns echten Fleiß und ist oft keine 5-Minuten-Sache (Hebr 4:11). Wir brauchen Fleiß, um uns von all den Gedanken, die uns schon früh am Morgen beschäftigen, zu lösen und vor den goldenen Leuchter im Licht des Herrn zu stehen.

Durch den Geist und sein Wort (da die Lampen im Heiligtum auf die Schaubrote und damit auch den Diener gerichtet sind; 2.Mose 25:37; 4.Mose 8:2-3), erhalten wir Erkenntnis oder Licht darüber, wie der Herr ist und wie wir sind (Spr. 20:27; 1.Kor. 2:11; Ps. 119:105). Dann wird unser Gebet im Glauben sein und wir werden das Wort nicht in ein träges, glaubensloses Gebet abschwächen. Ein Beispiel: In Psalm 91:10 heißt es: „Es WIRD dir kein Übel begegnen“, aber wir würden es abschwächen zu „Herr, es SOLL uns kein Übel widerfahren.“ Oder in Matthäus 5:13 heißt es: Wir SIND das Salz der Erde, nicht: „Wir WOLLEN das Salz der Erde sein.“ Mögen wir dieses kraftvolle, prophetische Wort festhalten, das wie ein Licht in die Winkel und Ecken unseres Herzens leuchtet und unsere Seelen zu retten vermag.

Den Herrn im Gebet fordern um seines großen Namens willen

Mögen wir in diesem neuen Jahr den Herrn um seines großen Namens willen beharrlich im Gebet herausfordern, bis er unser Gebet erhört und beantwortet. Der Herr sprach, dass wir “allezeit beten und nicht müde werden sollen”, durch das Gleichnis von der Witwe, die den ungerechten Richter ermüdete. Die Witwe kam immer wieder mit ihrer Bitte zu diesem Richter (Luk. 18:1-8). Der Richter fürchtete weder Gott noch die Menschen, doch die Witwe war so hartnäckig, dass er ihre Bitte erfüllen musste. Wie viel mehr wird der Herr unser Gebet erhören, besonders wenn es seinen großen Namen betrifft. Er hat seinen Namen in Zion gelegt, damit er dort wohne (Hes. 48:35). Lasst uns Ihn in unserem Gebet daran erinnern.

Gott will und kann nicht zulassen, dass sein Name unter den Völkern gelästert wird. Sein Name wird groß sein unter den Völkern (Mal 1:11), und doch wurde er jeden Tag gelästert (Hes. 36:22-23, Röm. 2:24, Jes. 52:5). Wann immer sie lästerten, verloren seine Feinde den Kampf:

  • Der König von Assyrien schickte einen Brief an König Hiskia, in dem er den Namen des lebendigen Gottes lästerte. Hiskia breitete diesen Brief vor dem Herrn aus und forderte ihn auf, Israel um seines Namens willen aus der Hand dieser Könige zu erretten, „damit alle Königreiche auf Erden erkennen, dass du, HERR, allein Gott bist” (Jes. 37:4-7, 2.Kön. 19:14-16,19).
  • Als die Syrer den Gott Israels lästerten, indem sie sagten, er sei der Gott der Berge, aber nicht der Täler, hatte der Herr keine andere Wahl, als diese große Schar in Israels Hand zu geben (1.Kön. 20:28).
  • David wusste, dass der Kampf gegen Goliath in dem Moment gewonnen war, als Goliath den Namen des Herrn lästerte (1. Sam. 17:10,26,36). Er sagte zu Goliath: „Ich komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast” (1.Sam. 17:45). 
  • Als David selbst etwas tat, das den Feinden des Herrn Gelegenheit zur Lästerung gab, musste er die Konsequenzen tragen (2.Sam. 12:14). Deshalb erkannte David: „Gegen dich, dich alleine, habe ich gesündigt [indem ich die Möglichkeit geschaffen habe, dass dein Name gelästert wird)]“ (Ps. 51:6) .

Auch Mose forderte den Herrn in seinem Gebet heraus: Wenn du nicht mit deinem Volk weiter gehst, dann werden die Völker davon hören und dich auslachen, weil du dieses Volk aus Ägypten herausgeführt hast, nur um nicht zu vollenden, was du begonnen hast. (4. Mose 14:13-20). Der Herr hatte keine andere Wahl, als dieses Gebet zu erhören und zu handeln. In seiner Fürbitte für das Volk Gottes erinnerte Daniel Gott auch an seinen großen Namen: Handle um DEINES Namens willen (Dan. 9:19).

Der Herr ist treu und hat in diesem vergangenen Jahr so viele Gebete erhört in Bezug auf seinen großen Vorsatz auf dieser Erde. Mögen wir als die Wächter auf den Mauern Jerusalems weiterhin ihn an seinen großen Namen erinnern. “Die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe! Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet, und bis er es zum Lobpreis auf Erden macht“ (Jes. 62:6-7)!

Reicht in eurem Glauben Tugend dar

Was bedeuten die Tugenden in 2 Petrus 1:5 und warum hat Petrus die Tugenden vor der Erkenntnis aufgelistet?

Heute sind viele Christen für die Erkenntnis. Petrus warnte davor, dass es eine Menge Wissen aus der Theologie und den traditionellen Lehren gibt. Oft geben Christen neuen Gläubigen Bücher, weil sie der Meinung sind, dass man zuerst das Wissen braucht. Aber Paulus warnt, dass Wissen aufbläht (1.Kor. 8:1) und dass der Buchstabe tötet (2.Kor. 3:6). Wenn wir Wissen ohne Tugenden haben, wird uns dieses Wissen schließlich verurteilen. Ohne die Tugenden können wir das, was wir wissen, nicht praktizieren. Paulus wusste, was er tun sollte, aber es fehlte ihm der Wille, es zu tun. So landete er in Sünde und Tod (Röm. 7:7-20). Was nützt das Wissen, wenn es nicht funktioniert? Das Gesetz ist gut, aber wir können es ohne die Tugenden, ohne Christus selbst, nicht erfüllen. Wir haben viele Probleme mit uns selbst und miteinander, weil uns diese Tugenden fehlen. Deshalb sagt Petrus, dass das Erste, was wir als Christen brauchen, nicht die Erkenntnis ist, sondern dass wir den Herrn selbst kennen müssen – seine Tugenden: sein überwältigendes Leben, Weisheit, Liebe und alle wunderbaren Eigenschaften seines Menschseins, einschließlich seiner Geduld und Ausdauer.

Es ist sehr wichtig, dass wir zuerst den Wunsch haben, IHN zu kennen. Seid nicht hungrig nach Wissen. Es wird kommen. Was wir zuerst erkennen müssen, ist der Herr selbst, der Vater, und der Heilige Geist, der uns innewohnt. Der Heilige Geist wird von Gott zu uns gesandt, weil er uns alles lehren wird, wie er es versprochen hat – nicht Auslegung oder Wissen, sondern Christus. „Ihr habt Christus nicht so gelernt“ (Eph. 4:20). Christus zu lernen bedeutet, ein Mensch zu werden, der nach Christus lebt. Der Herr sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern: „Ihr durchforscht die Schriften, … und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt“ (Joh. 5:39-40). Paulus hat nicht gesagt, dass er die Bibel kennen wollte. Als Gelehrter kannte er die Bibel bereits recht gut. Aber als er auf dem Weg nach Damaskus den Herrn sah, warf er alle seine Diplome, Zeugnisse und alles, was er von dem besten Professor gelernt hatte, weg. Er betrachtete sie als Abfall, weil er IHN und die Kraft seiner Auferstehung erkennen wollte (Phil. 3:10).

Alle weiteren Schritte in der Liste von Petrus (2.Petr. 1:5-7) beruhen auf diesen Tugenden, einschließlich der Selbstbeherrschung, um unser natürliches Leben, unser Fleisch und unsere inneren Begierden zu kontrollieren. Was ist mit Ausdauer? Seht, wie viel der Herr ertragen hat. Er ertrug alle Arten von Leiden, während wir schnell den Herrn bitten, das Leiden zu beseitigen, weil wir diese Ausdauer nicht haben. Natürlich wollen wir alle Täter des Wortes sein (Jak. 1:22), aber wie funktioniert das? Jeder weiß, dass Christus am dritten Tag vom Tod auferstanden ist, aber wie viele erleben die Kraft seiner Auferstehung, den Tod zu verschlingen? Es gibt so viel Tod in unserem Wesen. Wir sind zu schwach, um ihn zu überwinden. Wir brauchen Christus, um das auszuleben, was in der Bibel geschrieben steht. Deshalb hat seine göttliche Kraft uns mit diesem Glauben ALLES geschenkt, was zum Leben und zur Göttlichkeit dient (2.Petr. 1:3). Das Leben ist die Essenz in uns, und die Göttlichkeit ist der Vollzug dieses Lebens. Die Tugenden sind der Herr Jesus Christus selbst und seine Macht. Sein Leben hat Macht. Als die Frau, die geheilt werden wollte, seine Kleider berührte, spürte er, dass Kraft von ihm ausging (Luk. 8:46-50). Im Griechischen wird nicht das Wort „Tugenden“, sondern „Kraft“ verwendet.

(Eine Zusammenfassung der Jahresendkonferenz 2022 in Fountain Valley, Meeting 5b, https://thechurchinfountainvalley.org/2022-year-end-conference/)

Sein Wort in uns soll nicht leer zurückkehren

Wie können wir Opfergaben der Gerechtigkeit, die dem Herrn gefallen, darbringen (Mal. 3:3-4)? Wir können nicht einfach Verse darbringen. Das Wort ist keine Speise für Gott, denn er hat es selbst geschrieben! Vielmehr ist das Wort der kostbare Same, der in unser Herz hineinfällt und das Potenzial hat, durch unsere Mitarbeit Frucht hervorzubringen. Aber wenn unser Herz so verhärtet ist, dann kann kein Wort in uns Frucht bringen, egal wie gut der Same ist oder wie viel Regen oder Schnee gesendet wird. Eine andere Übersetzung von Jes. 55:11 lautet daher „soll“, nicht „wird”:

Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst – genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es soll nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es soll ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe! (Jes. 55:10-11)

Jesaja 55 beschreibt nicht nur, wie wirksam Gottes Wort ist, sondern es ist auch eine Zurechtweisung Gottes an sein Volk. Wie kann unser Herz verhärtet werden? Durch schwierige Umstände oder weil der Boden schon so viele Male betreten wurde. Anstatt darauf zu warten, dass sich unsere Herzenshärte wendet, sollten wir es wagen, mit dem Herrn etwas Neues anzufangen. Zum Beispiel können wir jede Woche alle sieben Feste erfahren, und zwar ab dem Tisch des Herrn am ersten Tag der neue Woche. Und wir können den Pflug nehmen, um den Boden unseres Herzens zu lockern, sogar umzuwälzen und umzukehren. Das bedeutet es, Buße zu tun – du drehst dein ganzes Herz um vor dem Herrn. Wenn wir heute seine Stimme hören, lasst uns unser Herz nicht verhärten, sondern unsere eigene Errettung bewirken. Die Schlachter-Übersetzung von 2. Petr. 3:11 sagt, dass wir uns „auszeichnen“ sollen durch Heiligkeit und Gottesfurcht, da sein Tag schnell herannaht – wie uns auch die aktuellen politischen Ereignisse in Israel zeigen sollten (Amos 3:7).

Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gute des Landes essen. (Jes. 1:19)

Hört zu! Siehe, es ging der Sämann aus, zu säen. (Mk. 4:3-20; Matt. 13:3-8,18-23; Lk. 8:4-15)

Gottes mannigfaltige Herrlichkeit benötigt verschiedene lebendige Steine

Der Herr hat jeden von uns mit einer bestimmten Persönlichkeit geschaffen, die er für seinen Vorsatz einsetzt, nachdem er unseren natürlichen Menschen behandelt hat. Wir sollten nicht die Vorstellung haben, dass wir alle gleich werden bei der Umwandlung. Vielmehr werden alle Arten von Edelsteinen benötigt, um die vielen Seiten der Herrlichkeit Gottes zum Ausdruck zu bringen (2.Mose 28:17-21, Esther 1:6b, Jes. 54:11-12, Offb. 21:19-20). Petrus zum Beispiel war ein redseliger Bruder. Selbst wenn er nicht wusste, was er sagen sollte, sagte er doch etwas (Mk. 9:5-6). Gott korrigierte ihn sofort (Mt. 17:5). Durch die Behandlung vom Herrn wurde Petrus in seiner Freimütigkeit nützlich – nicht nur, um Tausenden mutig das Evangelium zu verkünden (Apg. 2:41), sondern auch, um in Apg. 15 einen Streit zu schlichten. Diejenigen in Antiochia, die aus Judäa stammten, und auch einige aus der gläubigen Sekte der Pharisäer in Jerusalem, die wegen ihrer Ausbildung geachtet waren, verlangten, dass die gläubigen Heiden wie ihre jüdischen Brüder beschnitten werden sollten (V. 1-5). Viele Worte wurden gewechselt, bevor Petrus aufstand und mutig sprach, gefolgt von Barnabas, Paulus und Jakobus (V. 7-13). Sie schrieben einen Brief über diese Angelegenheit und brachten ihn zurück nach Antiochia. Dieser Brief brachte Freude und Trost (V. 31). Außerdem ermutigten und stärkten sie die Brüder mit vielen Worten (V. 32). So hat jedes Glied des Leibes eine Funktion, die mit der Art und Weise zusammenhängt, wie Gott einen jeden geschaffen hat. Darum sind alle Glieder, in ihrer Beschaffenheit und Funktion, von Gott bestimmt und gesetzt nach seinem Willen. Deshalb sollte derjenige, der ein Mund ist, nicht denjenigen verachten, der kein Mund ist, und umgekehrt (1.Kor. 12; 1.Petr. 3:8-9).

Siehe, ich komme schnell!

Seid nüchtern und wacht:

Um dem Ziel nachzujagen, müssen wir uns auf das ausrichten, was vor uns liegt (Phil. 3:22-14). Selbst der Herr musste sich darin üben (Hebr. 12:1-2). Unsere Seele, die über uns herrschen und die Oberhand haben will, belastet uns, ist voller Beschwerde (Pred. 7:6) und gibt viele Ausreden, um den Lauf nicht zu laufen. Geben wir unserem Seelenleben nach und tun das, was in unseren Augen recht ist? Wenn wir beschwert sind, können wir nicht laufen. Wir haben auch viele innere Feinde, die uns daran hindern wollen. Aber wenn wir zu unserem Gott schreien und diese Riesen als Brot in unserem Magen betrachten, dann wird unser Gott uns sicher ausrüsten, sie zu besiegen (Ps. 56:3,10; 42:6,12).

In Lied 332 (“Christus sehnt sich nach der Braut”) gibt es einen Satz, dass der Herr die Faulen und Schlechten verwerfen wird. Es ist gut, dass unser Gott gerecht ist. Jede Tat erhält einen gerechten Lohn: Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen (2.Thess. 3:10). Der böse Sklave hatte die Einstellung: „Mein Herr verzögert sein Kommen.“ Deshalb ging er hin, mit den Trunkenen zu essen und zu trinken (Mt. 24:48-49; Lk. 12:45). Wenn man Wein trinkt, wird man unvorsichtig und verliert das Gefühl der Dringlichkeit, die Posaune zu blasen. Der Anfang der Ermahnung zu wachen und zu beten ist, dass man sein Herz nicht von der Trunkenheit und den Sorgen des Lebens beschweren lassen soll, damit dieser Tag nicht plötzlich hereinbricht (Lk. 21:34,36). Der Meister kommt vor allem an einem Tag, an dem der Knecht ihn nicht erwartet (Mt. 24:50, Lk. 12:46). Aber wenn wir nüchtern sind und wachen und beten, wird der Herr uns sicher die Zeichen seines Kommens zeigen (1.Thess. 5:3-4,6).

Der Herr kommt schnell!

Siehe, ich komme schnell und mein Lohn ist bei mir, um jedem zu geben, wie sein Werk ist. (Offb. 22:12)

Das Wort, das auf der Konferenz in Südkorea in diesem Monat gesprochen wurde (https://thechurchinfountainvalley.org/2022-autumn-conference-south-korea/), vermittelt uns einen tiefen Eindruck davon, dass der Herr schnell kommt.  Die Propheten suchten und fragten nach der kommenden Errettung (1. Petr. 1:11), und heute setzen wir diese Suche fort. Die Einzelheiten dessen, was kommen wird, und bestimmte Endzeitprophezeiungen werden immer deutlicher. In der Vergangenheit haben wir bestimmte Annahmen über einige der Endzeitprophezeiungen in der Offenbarung und insbesondere in Daniel 9:27 gemacht. Wir sehen jetzt, dass diese Annahmen nicht unbedingt stimmen müssen, damit diese Prophezeiungen in Erfüllung gehen.

Die rote Kuh (4.Mose 19:1-10) weist ebenfalls auf die baldige Wiederkunft des Herrn hin. Die rote junge Kuh wird benötigt, um vom Tod zu reinigen, der noch schlimmer ist als die Sünde. Im Laufe der jüdischen Geschichte haben die Juden insgesamt 9 rote Kühe geopfert. Seit der Zerstörung des zweiten Tempels im Jahr 70 n. Chr. gab es in Israel keine Geburt einer qualifizierten roten Kuh mehr. Die Juden glauben, dass das Opfer der zehnten roten Färse das Kommen des Messias ankündigt. Im September wurden fünf geeignete rote Kühe aus den Vereinigten Staaten nach Israel geflogen (https://endtimeheadlines.org/2022/09/red-heifers-arrive-in-israel-in-preparation-for-third-temple/). Sie sind jetzt zwischen 6 und 9 Monate alt. Wenn sie noch qualifiziert bleiben (nicht mehr als zwei nicht rote Haare), muss eine Kuh im Alter von zwei Jahren geschlachtet werden.

Auch die heutige Weltlage deutet immer mehr auf das zweite Kommen des Herrn hin. In Offb. 6:2-8 wird ein Rennen zwischen vier Pferden beschrieben. Diese Pferde gehen nicht nur, sondern sie rennen. Auch sie vermitteln uns einen Eindruck davon, wie nahe die Zeit ist. Heute können wir alle vier Pferde rennen sehen. Es herrscht Krieg, und die Menschen bringen sich gegenseitig um (feuerrotes Pferd). Die Inflation hat die ganze Welt erfasst (schwarzes Pferd). Hungersnot in Afrika, Zerstörung und Tod (fahles Pferd) nehmen auch zu.

Der Lohn, den der Herr den Überwindern bei seinem Kommen verspricht, ist weitaus größer als alles, was wir heute erleben können. Wie können wir uns darauf vorbereiten?

Unsere Vorbereitung: Die erste Liebe bewahren

Der Schwerpunkt der Offenbarung liegt für uns nicht auf den äußeren Zeichen, sondern auf den ersten drei Kapiteln: Wie ist der Zustand der Gemeinde, des Leuchters, für den wir als Priester Öl bringen müssen? Brennt unsere Liebe zum Herrn als seine Gemeinde? Zu Ephesus sprach der Herr: “Werde wach und stärke das Übrige, das am Sterben war; denn ich habe deine Werke nicht vollendet gefunden vor meinem Gott” (Offb. 3:2). Welche Art von Werken sind annehmbar? Die Summe des Buches Predigers ist, Gott zu fürchten und seine Gebote zu halten, denn das macht den ganzen Menschen aus (Pred. 12:13-14). Aber es geht nicht nur um Werke. Bereitet sich eine Braut auf den Bräutigam vor, indem sie einfach einige äußere Werke tut? Diese Werke – das Halten seiner Gebote, indem wir unsere priesterliche Dienste erfüllen – stammen aus unserer Liebe zu ihm und sind ein Beweis dafür (Joh. 14:15,23; 1.Joh. 5:2-3). Der Herr begann das Buch Maleachi, das Buch des priesterlichen Dienstes, mit: „Ich habe euch geliebt.“ Wenn wir die priesterlichen Dienst tun, weil wir sie tun müssen, könnten wir sie genauso gut nicht tun. Alles muss aus der ersten und besten Liebe zu Ihm getan werden (1. Kor. 16:14). Die Werke von Ephesus waren vor Gott nicht vollkommen, weil sie nicht aus dieser Liebe stammten.

Wir bewahren die erste Liebe, indem wir unser Herz mit allem Fleiß bewahren (Spr. 4:23). In der Gemeinde sollte diese Liebe auch untereinander da sein. Diese Liebe ist auf vielen Tugenden aufgebaut. Sie wird am Ende der Liste in 2. Petr. 1:5-7 hinzugefügt: “Reicht in euerem Glauben …. im göttlichen Ausdruck Bruderliebe und inder Bruderliebe die Liebe.” Auch die brüderliche Liebe ist vorhanden. Wenn jemand in der Gemeinde Schwierigkeiten hat, lernen wir, für ihn einzutreten, so wie der Herr für uns eintritt. Wir treten auch vor den lebendigen Stein. Für diejenigen, die die Wahrheit ablehnen, ist er ein Stein des Anstoßes, aber für uns ist er der Eckstein (Jes. 8:14; 1.Petr. 2:4-8).

Schließlich feiern wir auch das Laubhüttenfest, das letzte Fest. Dieses Fest ist ein Fest der Vollendung und der Fülle. Der Herr ist unsere Hütte, und unsere Freude ist in ihm vollkommen. Es ist ein Fest voller Schlachtopfer. An keinem anderen Fest werden so viele Schlachtopfer gebracht. Wenn wir dieses Fest feiern, dann freuen wir uns auf sein Kommen.

Wenn dies aber anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht. (Lk. 21:28)

Die Einheit mit Gott bewahren durch das beständige Feuer des Brandopferaltars und das Feiern der letzten Feste

Der Herr wurde als Mensch versucht und seine Seele wurde gequält. Psalm 69 zeigt sein Leiden. Es war nicht leicht für ihn, den ganzen Weg zu gehen, wie in seinem Gebet im Garten Gethsemane deutlich wurde (Mt. 26:36-42, Mk. 14:32-36, Lk. 22:41-44). Dennoch kam er, um den Willen des Vaters zu tun, und er bewahrte die Einheit mit dem Vater (Heb. 10:5-9, Joh. 8:29). Petrus war eins mit dem Herrn, aber es war nicht beständig (Mt. 16:16,22-23). Heute können wir ihn als beständiges Brandopfer erleben, um auch mit dem Vater eins zu sein. Das Brandopfer kommt zuerst – noch vor dem Sünd- und Übertretungsopfer. Die Aufgabe der Priester ist es, jeden Morgen das Holz auf das Brandopfer zu legen, damit ein ständiges Feuer brennt (3.Mose 6:1-6).

Unsere Aufgabe besteht nicht unbedingt darin, so viele Dinge für Gott zu tun, sondern die Einheit mit ihm zu bewahren. Unser Gehorsam ist für den Vater sehr kostbar. Doch unsere gefallene Seele würde sich von ihm entfernen und ihren eigenen Rat suchen (Jes. 30:1-3, 15-16; 31:1). Anstatt nach Ägypten zurückzukehren, sollten wir die Feste feiern, insbesondere die letzten drei, um uns mit Gott zu versöhnen. Sind die ersten vier Feste, die der Herr auf dieser Erde vollbracht hat, nicht ausreichend? Wir brauchen diese letzte Festzeit, weil unser Zustand heute, kurz vor der Wiederkunft des Herrn, entscheidend ist. Am Anfang unseres christlichen Lebens war es wunderbar. Wir wurden aus Ägypten herausgeführt und wir haben das Passahfest gefeiert – aber wie geht es uns heute, und wie sehr sehnen wir uns nach seinem Tag? Wenn wir mit dem Herrn eins sind und diese letzte Feste halten, werden wir sein Erscheinen lieben (2.Tim. 4:8). Durch die letzten drei Feste gewinnen wir einiges zurück, die wir einst hatten, aber vielleicht verloren haben – zum Beispiel unsere Hingabe oder die erste und beste Liebe zu ihm.

Verse zum Laubhüttenfest, das die Juden in diesem Jahr vom 9-16. Oktober feiern: 3.Mose 23:33-44, 4.Mose 29:12-39, Esra 3:4, Neh. 8:13-18, Ps. 61:4-6, Ps. 90-91, Joh. 7:2,37-38, Hebr. 11:9-10, 13-16, 24-26

Mitkämpfen im Gebet

Der Herr wartet auf unsere Gebete, bis er handelt (Offb. 5:8, 8:3-6). Er verfährt mit dem Heer des Himmels und mit denen, die auf Erden wohnen, wie er will (Dan. 4:32), und doch wartet er auf das Räucherwerk seiner Heiligen. Haben wir ein Bewusstsein für den Kampf, der in den Himmeln tobt (Dan. 10:13, Eph. 6:12), oder sind wir nur mit irdischen Dingen beschäftigt? Jerusalem ist die Stadt des Friedens, und doch ist sie der am meist umkämpfte Ort der Erde . So ist es auch mit dem himmlischen Jerusalem. Der Feind weiß, dass die Vollendung dieser Stadt sein Ende bedeutet. So erheben sich alle Pforten des Hades dagegen (Matt. 16:18). Als seine heilige Stadt reicht es nicht aus, dass wir den Herrn nur lieben, aber nicht bereit sind zu kämpfen. Die Braut ist gleichzeitig zum Kampf gerüstet. Es gibt einen ständigen Kampf in uns, auch nachdem wir getauft sind. Der Feind schläft nicht. Manchmal benutzt er sogar andere Christen, um uns daran zu hindern, voranzugehen. Auch unser Fleisch macht uns viele Probleme. Paulus tat, was er nicht tun wollte (Röm. 7:15-20). Die Sünde liegt vor der Tür, aber wir sollen über sie herrschen (1. Mose 4:7) und unsere Glieder, die auf der Erde sind, töten (Gal. 5:19-21, Kol. 3:5). Pinehas war einer, der bereit war,  diesen Kampf zu kämpfen (4.Mose 25:11-18). Deshalb stammten von ihm die Söhne Zadoks, die treuen Priester, ab (Esra 7:1-5, Hes. 44:15).

Das Gebet vor dem goldenen Räucheraltar dient vor allem dazu, dass Gottes Wille auf dieser Erde erfüllt wird. Hier wollen wir lernen, der Führung des Geistes zu folgen und die Richtung, die der Geist gibt, anzunehmen. Manchmal gibt es während des Gebets ein Kreuzfeuer: Der Herr gibt eine Last, aber dann wird sie unterdrückt. Manchmal gibt es auch ein bestimmtes Gebet, das einfach nicht beantwortet wird. Vielleicht bitten wir den Herrn um Führung, aber er gibt uns keine Führung. Wenn wir dann unsere Herangehensweise ändern und zum Beispiel sagen: „Ich werde dies tun; stoppe mich, wenn es nicht dein Wille ist“, dann kann dieses Gebet plötzlich lebendig werden. Wir beten nicht nach irgendeiner Form, sondern wollen mit unserem Gebet das Herz Gottes berühren. Selbst wenn wir den ganzen Tag zu Baal schreien, wird niemand antworten. Nicht so bei dem lebendigen Gott (1.Kön. 18:26,30-38). Kennen wir das Rachegebet des Jeremia (Jer. 18:18-23), der so viele Verfolgungen durchgemacht hat – oder kennen wir nur ein Gebet wie in Daniel 9? Die Märtyrer unter dem Altar kannten dieses Rachegebet (Offb. 6:9-11).

Es ist Zeit, dass du, o HERR, handelst; sie haben dein Gesetz gebrochen. (Ps. 119:126)

Ein Gebet Davids. O HERR, höre die gerechte Sache, achte auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen, die nicht trügen. (Ps. 17:1)

Das Reich, unser Erbe, schätzen

In Maleachi 1:3 sagt der Herr, “Jakob habe ich geliebt, Esau aber habe ich gehasst.” Der Herr liebt Jakob, weil er sich umwandeln ließ und ein Herz für Gott hatte. Gott konnte Jakobs Namen ändern. “Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen” (1. Mose 32:29). V.27 zeigt Jakobs Haltung. “Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du segnest mich!” Sind wir auch so verzweifelt, die Segnung Gottes zu empfangen? Für den Herrn ist das Erbe, das Reich, so kostbar. Er ging hin und verkaufte alles, was er hatte (Matt. 13:44-46).

Im Gegensatz dazu verachtete Esau, der Zwillingsbruder, sein Erstgeburtsrecht. Was möchten wir lieber, eine Linsensuppe oder das Erbe unseres Vaters? Jeder würde diese Frage richtig beantworten, aber wenn die Seele in Not ist, wie sieht es aus? Jeden Morgen stehen beide Zwillinge gleich auf in uns. Bis der Herr zurückkommt wird Esau immer sein Erstgeburtsrecht verachten. Jeden Tag Esau zu verleugnen ist unser Aufgabe. Gott wird dies nicht für uns tun, sondern Esau in uns bloßstellen (Jer. 49:10).

Die Linsensuppe besteht aus allem, was uns das Reich rauben könnte. Es beinhaltet viel mehr, als nur was Weltliches oder Sündiges zu genießen. Dies prüft unser tiefstes Wesen. Selbst wenn es nur einen Punkt gibt, an dem wir uns nicht verleugnen wollen, könnte uns das das Reich kosten. Esau dachte, er würde sterben, wenn er die Linsensuppe nicht bekäme (1.Mose 25:32). Unsere Seele sagt uns, dass sie sterben wird, wenn wir sie verleugnen. Aber das ist nicht wahr. Die Schrift sagt, dass wir gerettet werden. “Wer sein Seelenleben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Seelenleben verliert … der wird es retten” (Mk. 8:33). Wir gehen oft nicht mit dem Kreuz um, weil wir nicht genug erlebt haben, welche wunderbaren Ergebnisse es hervorbringt. Lasst uns der Schrift und unserer bisherigen Erfahrung glauben.

Wie Jakob haben wir ein Herz für Gott – sonst wären wir schon längst weg. Wir brauchen nun auch eine Wertschätzung, wie teuer und kostbar das Reich ist. Unser Erbe ist gewaltig. Lasst uns nach vorne schauen, was wir erben werden. Es ist gut, über das Reich zu lesen, um einen Eindruck davon zu bekommen. Heute seufzt die ganze Schöpfung und liegt in Geburtschmerzen (Röm. 8:22-23), aber an jenem Tag wird der Herr den Tod, den Fluch, die Feindschaft, und die gefallenen Naturgesetze wegnehmen. Selbst den Staub, der immer schnell zurückkehrt, weil er unter dem Fluch steht, wird der Herr für immer wegnehmen. Und die ganzen Reichtümer der Nationen werden in das Reich hineingebracht. Alle Schatten werden im Licht dieser Herrlichkeit kleiner.

Einige Stellen, die die Herrlichkeit des Reiches zeigen: Offb. 20-22 (redet auch vom Neuen Jerusalem); Ps. 48, Jes. 2, 11, 24-25, 32, 33:17-24, 35, 60; Hes. 37:21-28, Dan. 2:44, 7; Amos 9:11-15; Micha 4-5; Sach. 14.

Weiteres über das Gericht über Esau: Punkt IV, https://www.himmlisches-jerusalem.de/wp-content/uploads/media/docs/outlines/DEU/2017-10-Gericht-Nationen.pdf

Von der richtigen Quelle trinken um reich an Gott zu werden (Jak. 4:13-5:6)

In Zion gibt es einen Fluss, dessen Bäche die Stadt Gottes erfreuen (Ps. 46:5). Es gibt einen Gegensatz zwischen salzigem und süßem Wasser. Das Meer steht für die Welt. Es ist kein Wasser, von dem man trinken und leben kann, sondern totes Wasser, das für das Gericht steht. Aber in der Gemeinde gibt es süßes Wasser, das wir trinken können, um zu leben. Was auch immer das Meer (die Welt) tut, es spielt keine Rolle, solange wir aus dieser Quelle trinken (Ps. 46:3-4). Es ist kein stilles Wasser, sondern ein kontinuierlicher Fluss. Wenn man nur eine Zisterne gräbt, wird das Wasser nicht frisch sein. Aber in einem Fluss steht nie etwas still. Es ist immer etwas in Bewegung. Durch diese Bewegung findet ein Austausch von Nährstoffen und Mineralien statt, der das Leben fördert (Ps. 1:3, Hes. 47:12). Wenn wir aus der richtigen Quelle trinken, dann werden auch wir Lebensströme haben, die von uns ausgehen. Von allen Heiligen gehen die Bäche aus, die die Stadt Gottes erfreuen. „Aus dessen Innerem werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh. 7:38). In Zion kommt das Wasser herein, fließt auch aus allen Heiligen heraus und reinigt uns innerlich. Es ist eine kostbare Funktion, den Heiligen mit dem Wasser des Lebens zu dienen. In Zion wird Gott uns immer diese Quelle geben. Es ist eine Quelle, von der der Herr gesagt hat: Kommt und trinkt umsonst (Offb. 21:6, 22:17; Jes. 55:1-2). Auch im kommenden Reich wird es dieses Wasser geben – ein Fluss voller Leben, der nach Osten fließt (Hes. 47:1-12).

In Jeremia 2:13 verließ das Volk Gottes die Quelle. In Gottes Augen war das Sünde. Sie sündigten zweifach gegen Gott: „Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben.“ Auch im Buch Haggai suchte das Volk Gottes zuerst seine eigenen Häuser. Sie kümmerten sich nicht um das Haus Gottes und häuften in der letzten Zeit Reichtümer an (Hag. 1:2-11; Jak. 5:3). Daher ist die Bildsprache in Haggai 1 derjenigen von Jakobus sehr ähnlich. Sie sammelten Reichtümer, steckten sie aber in einen Sack mit Löchern. Wenn wir das Laubhüttenfest nicht feiern, werden alle irdischen Reichtümer, die wir sammeln, verrotten und am Tag des Gerichts gegen uns aussagen. Darüber hinaus ist es höchst ungewöhnlich, dass nicht nur das Silber, sondern auch das Gold korrodiert: Normalerweise korrodiert nur Silber und wird schwarz, wenn es oxidiert. Wenn sogar das Gold korrodiert ist, ist die Situation wirklich schlimm. Der Geist in uns begehrt bis zur Eifersucht (Jak. 4:5). Lasst uns ihn nicht ignorieren, sondern im Glauben zu dieser Quelle vorwärts kommen! Dann werden wir das Wasser des Lebens schmecken, das er dem, der es will, umsonst gibt. Lasst uns niemals von dieser Quelle weggehen (Ps. 73:27-28)!

Von Ihm zu trinken ist kein Ritual oder etwas, zu dem wir uns zwingen müssen – „Ach, schon wieder!“ Werdet wie kleine Kinder, die sich nach dem Kontakt mit ihren Eltern sehnen. Wenn sie ihre Eltern sehen, leuchten ihre Gesichter auf und ihre Herzen freuen sich. Wer durstig ist, wird dieses Wasser trinken wollen! Gerade in diesen heißen Tagen freuen wir uns alle über erfrischendes, kaltes Wasser. Wenn unsere Seele austrocknet oder alles mühsam wird, dann ist es so erfrischend, unser Gesicht und unsere Hände zu waschen und von diesem Wasser zu trinken. So ist der Herr für uns – reines, frisches Wasser! Unsere Seele dürstet nach ihm in einem trockenen und dürren Land (Ps. 63:1-3). Das Volk Gottes befindet sich in einer trockenen Wüste; selbst Zion ist eine Wüste. Ohne Wasser werden wir in einer solchen Umgebung besonders schnell austrocknen und nicht mehr leben können. Aber wenn wir Geschmack am Wasser des Lebens gefunden haben, dann werden wir immer wieder zurückkehren, weil es eine klare, reine Quelle ist – der Herr selbst. Wer von diesem Wasser trinkt, muss immer wieder zurückkommen – so wie die Frau in Johannes 4, die auch vom Herrn trank. Sie war eine Sünderin, doch sie trank von dieser reinen Quelle und erkannte, dass der Herr ein anderer Mensch war. Erstaunt verließ sie Jakobs Brunnen und ging zurück in die Stadt, um andere zu dieser Quelle zu führen (Joh. 4:28-29).

Jakobus enthält eine Warnung an die Reichen (Jak. 5:1-6). Der reiche Bauer in Lukas 12:16-21 war töricht. Er sagte zu seiner Seele: „Seele, du hast viele Reichtümer gesammelt“ – und doch war er nicht reich gegenüber Gott. Sein Reichtum stammte nicht aus der richtigen Quelle. Gottes Reichtum ist etwas ganz anderes als der, der die Welt anbietet. Wir sprechen eine ganz andere Sprache als die Welt, eine Sprache, die die Welt nicht einmal verstehen kann, denn sie haben ihn nicht gesehen und kennen ihn nicht (Joh. 14:17). Dies ist die Sprache des Herrn, die Schätze Gottes, eine ganz andere Speise. Im Laufe der Zeit wird der Kontrast zwischen der Welt und der Gemeinde immer größer. Zion leuchtet mitten in der Finsternis. Wenn wir hören, dass Menschen Pläne für 20, 30 oder wie viele Jahre in der Zukunft machen, löst das in uns eine Reaktion aus: „Solches Rühmen ist böse“ (Jak. 4:16). Wir sind nur ein Dampf, der für eine kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Stattdessen sollten wir sagen: „Wenn der Herr will, werden wir dieses oder jenes tun“ (Jak. 4:13-15).

Hebr. 11:25-26 – “Er wollte lieber mit dem Volk Gottes misshandelt werden, als den vergänglichen Genuss der Sünde haben, und achtete die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens, denn er sah weg auf die Belohnung.